078 - Grossmütter an die Macht mit Heidi Witzig (1/2)

Shownotes

So, Thronis: Heute lassen wir uns mal inspirieren. Wir, die doch noch alle grün hinter den Ohren sind. Und zwar von keiner Geringeren als Heidi Witzig!
Seit unserer Live Show in Aarau, versuchen wir sie in den Podcast zu holen. Finally!

Heidi entscheidet sich nicht nur jeden Tag für die sonnige Seite der Strasse – sie hat auch schon fast ein ganzes Leben gelebt.

Nach dem Krieg geboren, hat sie die 68er-Bewegung miterlebt und mitgestaltet. Geheiratet, gekämpft, Karriere gemacht. Begleitet wurde auch sie von inspirierenden Frauen, von wohlwollenden Patriarchen, aber auch von einem Ex-Mann, der sie mit dem halben Dorf betrogen hat.

Heidi hat so vieles durch und dabei ihr Feuer und ihre rebellische Art nie verloren.

Als Historikerin, Feministin, Aktivistin und Gründerin der Grossmütter Revolution zeigt sie den beiden Müttern und uns allen, wie wir hier gelandet sind, was uns ausmacht und wieso es sich lohnt, für Dinge zu kämpfen.

Heidi bringt frischen Wind auf den Thron und hat auch kein Problem damit, von ihrem noch immer erfüllten Sexleben zu schwärmen. Das mit dem Sex hört nämlich auch bei Frauen nicht einfach ab 50 auf. Er kann, aber muss nicht.
Details dazu und zu ihrem irischen Lover gibt es allerdings in einem zweiten Teil. Heidi sollte man nämlich ausreden lassen!

Folge zwei erscheint schon am Freitag.

Viel Spass und bis dann!

Transkript anzeigen

00:00:00: Liebe Tronis, es gibt wieder eine doppelte Woche.

00:00:02: Sie ist einfach zu geil, um es nur in Eifolge hinzupacken!

00:00:06: Die Frau, die ihr gerade gehört habt, ist Heidi Witzig.

00:00:08: Der älteste Feministin hat Grossmutter-Evolution gegründet.

00:00:11: Auf euch warten zwei richtig geile Folgen.

00:00:14: Eine jetzt und eine kommt am Freitag.

00:00:18: Wenn du nicht einen Mann hast und dich voll unterstützt als Mädchen, dann hattest du keine Chance.

00:00:23: Wir sind nicht einfach das Liebegrosse.

00:00:25: Dann bin ich natürlich immer noch erotisch irregbar über meine Brüste und so.

00:00:29: Die können uns alle gestohlen bleiben, diese Typen!

00:00:32: Ich hatte keinen Sex-Kauni.

00:00:33: Ich war eine der ersten, die sie genommen haben.

00:00:36: Das Ideal war, wenn verdient

00:00:38: er

00:00:39: endlich genug, dass sie kann daheimbleiben.

00:00:43: Nachher ist es darum gegangen, dass mein Vater gemerkt hat, dass meine Freunde und ich miteinander Sex haben.

00:00:48: Das hat er nicht vertreten und hat uns gezwungen zu heiraten.

00:00:51: Zu sechzig oder siebenzeig Prozent ist die Altersarmut weiblich!

00:00:56: Gehen wir mal in ein konservativ christliches Milieu, der höchste gleiche Sprich für vor hundert Jahren?

00:01:00: Ja.

00:01:01: Das ist wieder so eine typische patriarchen Sprache.

00:01:04: Kennst du die Ickiemelbe?

00:01:12: Ich bin etwas aufgeregt... Wir

00:01:18: haben jemanden so sehnsüchtig auf diese Frau gewartet, wie auf Jacqueline Badran kann man sagen.

00:01:26: Ja, weil ich fast noch etwas mehr ihm muss sagen.

00:01:28: Wo fährt man hier an bei dieser Geschichte?

00:01:30: Wir waren zu lange auf der Suche nach einer Frau wie ihr und sie hat von ihnen gekommen und sagte, ich weiss gar nicht, was ihr von mir wollt!

00:01:39: Aber wir freuen uns sehr, euch heute vorzustellen, denn wir kennen Sie schon seit ... einem Jahr.

00:01:45: Seit

00:01:45: dem ... Ja, doch sieht man Jahre.

00:01:48: Und es war lieber auf den ersten Blick, wo wir dich zuerst mal gesehen haben in diverser Formate und jetzt hockst du bei uns?

00:01:54: Und wie ist dein Zauber?

00:01:56: ganz bestimmt auch mit der Drohne versprühen auf dem Thron-Hit-Hock nämlich?

00:02:00: Hi die Witze!

00:02:05: Hi Heidi Hallo, hallo miteinander.

00:02:08: Also für alle die ich nicht kenne, jetzt probieren wir dich mal vorzustellen oder Es

00:02:14: nervt dich so, dass die Fans gelabern.

00:02:16: Hast du das nicht gerne, dass wir ein bisschen Fan-Girls sind?

00:02:18: Nein,

00:02:18: machen

00:02:19: ... Machen!

00:02:20: Ich gucke zu!

00:02:22: Und dann sage ich am Schluss meine Meinung.

00:02:24: Nein,

00:02:25: das habe ich mal gesehen wie die Fan-girls arschaffen.

00:02:28: Das

00:02:29: stimmt noch nie.

00:02:31: Ja also wir haben dich im Fernsehen im SRF, in einem Clubtag zum Thema Sex im Alter.

00:02:39: Und dort hast du so erfrischend verzählt vom neuen Verlieben in einem späteren Alter oder wiederverlieben.

00:02:47: In einer Person, die wir schon kenne.

00:02:48: Aber wieso ... Das Gold, das du spürst?

00:02:51: Wir haben gesagt, wir wollen schon so lange mit jemandem reden.

00:02:54: Wo offen erzählt wie es Leben ist über siebentzige, vielleicht sogar über achtzehn.

00:03:00: Du bist

00:03:01: ... Ich bin zweiundachtig.

00:03:02: Weihedachtig!

00:03:03: Und du bist eigentlich Historikerin.

00:03:06: Nachher haben wir sie von Recherchieren und gemerkt, es ist nicht nur so darauf wie mir, die kein Blatt vor das Maul nimmt.

00:03:13: Sie ist eigentlich mir vor fünfzehn Jahren.

00:03:16: Schön!

00:03:17: Wir

00:03:17: wünschen das.

00:03:18: Wir haben noch einen langen Weg vor uns aber wirklich ein riesiger Teil der feministischen Bewegung in der Schweiz.

00:03:25: Grossmutterrevolution mitgeründet also dich ultrafest eingesetzt für

00:03:30: Klimaschutz?

00:03:32: Und es kommt wirklich so viel auf die Liste drauf.

00:03:36: Du hast ein Feuer!

00:03:38: Wir haben gesagt, wir müssen die Frau an unsere Live-Show bringen und das war nicht zu einfach, glaube

00:03:44: ich.

00:03:46: Ja du hast einfach gesagt, ja, schau, das habe ich jetzt schon gemacht.

00:03:49: genug lang, jetzt langsam, aber dann bist du gleich auf den Anrauch gekommen, weil du die Stadt schon etwas gekannt hast.

00:03:54: und es ist wirklich dein Auftritt... Alle, die in dieser Live-Show waren ... Es war ein superes Amt.

00:04:01: Auch mein Vater und meine Mami haben mich für nichts gelobt, dass wir dich lassen haben.

00:04:06: Ja!

00:04:06: Das empfieh'n

00:04:07: ich auch.

00:04:08: Ich dachte zu Hause ist das Highlight.

00:04:11: Aber magst du dich selber vorstellen?

00:04:14: Was würdest du sagen, deine grösste Errungenschaft im Leben von deinem sehr beeindruckenden Lebenslauf?

00:04:21: Oh!

00:04:23: Muss ich jetzt gerade eine Rangordnung machen?

00:04:26: Ich habe viele beeindruckende Stationen in meinem Leben.

00:04:29: Ich bin jetzt eben zweieinachtig, gell?

00:04:31: Und ich schaue ein bisschen zurück.

00:04:34: Was ich am meisten schätze und auch dankbar für das ist, dass ich aus meinen Anlagen sehr empführt habe... Ich bin eine gute Intellektuelle, ich engagiere mich überall.

00:04:48: So!

00:04:49: Ein bisschen ein Aktivistin.

00:04:53: Dass ich aus dem her das Beste machen konnte – also mit allen Abs and Downs, die es im Leben hatte oder dass ich aus diesem her das Besten machen konnte.

00:05:02: und jetzt in einem höheren Alter zum Beispiel bringe ich sie fertig einmal.

00:05:07: Du weisst, einen Schritt zurück und nicht immer gerade reden, sondern mal zugelassen.

00:05:14: Ich sage dir, das konnte ich natürlich nie.

00:05:17: Nie!

00:05:18: Und jetzt leere ich es und genieße mich dort.

00:05:21: Da.

00:05:23: Hat man nicht immer diese Person im Raum zu sein, die sagt, sondern mal den anderen zu?

00:05:29: Ja!

00:05:30: Ich weiss ja, ich komme innen und alle schauen.

00:05:32: Das weiss ich.

00:05:33: Das hatte ich jetzt wirklich so lange.

00:05:36: Und jetzt komme ich mal rein ... Ja ist es immer noch.

00:05:38: Aber ich komme mal rein und bin einfach ruhig und lasse zu.

00:05:42: Wie läufst du dann auch mal raus?

00:05:43: Ihr habt keine Ahnung oder denkst anspannend?

00:05:46: Es kommt schon auf.

00:05:47: Dann fängt mich an, schwätzen und so weisst's.

00:05:51: Aber wirklich den kleinen Schritt zurück.

00:05:54: Nur das, um mal zu erlassen ... Es ist für mich ein neues Erlebnis und es ist total der Pläsch.

00:06:02: Das heisst, das war etwas, was du im Alter von zwei, acht Jahren noch neu dazu gelernt hast.

00:06:08: Wie du erwähnt hast, waren so viele Stationen vorher.

00:06:11: Welche Station oder welche?

00:06:13: ERA von Heidi hat dir am meisten Spass gemacht, was du jetzt am liebsten darauf schaust.

00:06:19: War es so der Feminismus?

00:06:21: Nein, früher kann ich sagen ... Wir haben in einer Wege meinen Partner gewohnt mit einem anderen Paar mit dem Kind.

00:06:31: Wir konnten diese Wege haben.

00:06:33: So, wie wir sie haben wollen.

00:06:35: Zwei Kinder aufziehen und gleichzeitig alle sind erwerbssätig.

00:06:40: Alle haben das gemacht, was sie wirklich wollten.

00:06:43: Aber sie haben zusammengelebt zwei Paar- und zwei Kind.

00:06:47: Eine ganz gewöhnliche Wundgemeinschaft!

00:06:51: Aber geil, dass ihr euch splitten könntet... Das war

00:06:54: verständlich, ich hatte immer den Mittwoch.

00:06:56: Mittwochs war mein Kinderpaar.

00:06:58: Und das war es dann.

00:06:59: Die übrige Zeit habe ich ... Ich konnte berufliche Sachen machen.

00:07:04: Und die anderen auch.

00:07:05: Die Männer haben Pfahl mitgemacht, also viermal ... Das war eine grossartige Zeit.

00:07:11: Gleichzeitig war das die Zeit, in der ich mit Elisabeth Schardt aus meinen Büchern gemacht habe und auch alleine bin, wo ich wissenschaftlich und politisch Karriere gemacht habe.

00:07:21: Es war ein Highlight.

00:07:22: Du hast auch Bücher rausgebracht?

00:07:24: Du hast dich sehr viel über den Geschicht von Frauenrecht gefasst.

00:07:28: Vielleicht kannst du es dir auch noch etwas erzählen.

00:07:31: Wir sind natürlich in unserer Bubble.

00:07:32: Wir erleben, wie es jetzt steht um den Feminismus und wir reden jede Woche über das.

00:07:37: Und ich habe schon die Hoffnung, dass mir in dieser Folge mit dir das alles so ... Dass du auch uns sagen kannst, dass es immer so war.

00:07:46: Ich glaube, man braucht das manchmal mit jemandem zu sprechen, der noch viel mehr erlebt hat und vor allem sehr viel bewirkt hat.

00:07:55: Ja, ich freue mich.

00:07:56: mega-mega-megafest.

00:07:57: Bist du da?

00:07:58: Gleichfalls!

00:07:59: Machen wir mal ein bisschen vorne anfangen.

00:08:01: Ich habe das nur eindrücklich gefunden wie du aufgewachsen bist.

00:08:04: Weil eigentlich ist...

00:08:05: Ja,

00:08:06: hat man jetzt diese Währung auch nicht vermutet so wie du aufgewachsen bist?

00:08:09: in einer eher konservativen Familie kann man sagen.

00:08:14: Ja es ist eben.. Das Ganze hat eben alles immer zwei Nasen.

00:08:22: Alles.

00:08:23: Es war eine konservative Familie, meine Eltern waren der Methodistin und da ist sowieso alles an seinem Platz.

00:08:33: Gleichzeitig hat mein Vater ein sehr erfolgreiches Geschäft aufgebaut.

00:08:38: Ich war die älteste von fünf und das einzige Mädchen.

00:08:42: Und mein Vater war irrsinnig stolz auf mich.

00:08:45: Ich bin ein Vier- und vierzehn Geburt, also nach dem Krieg oder noch währendem ist er gleich.

00:08:51: Aufgewachsen in den fünften Jahren.

00:08:53: Wenn du nicht einen Mann hattest, der dich voll unterstützt hat als Mädchen, dann hast du keine Chance.

00:08:58: Wirklich?

00:08:59: Und ich hatte meinen Vater.

00:09:00: Der hat mich voll unterstützen bei allem!

00:09:03: Und ohne meinen Vater, ohne dass er gesagt hat, du darfst das.

00:09:07: Du darfst Matur machen!

00:09:09: Du darfest studieren!

00:09:11: Ja wohl!

00:09:12: Und dann hätte niemand sagen können, nein, weil er der Chef war zu Hause oder?

00:09:17: Er konnte sich quasi

00:09:17: für dich einsetzen.

00:09:18: Ich kann

00:09:20: mich sogar erinnern.

00:09:22: Die erste eigenössische Abstimmung über Frauenstimmrecht.

00:09:25: In den ersten Jahren haben sie es erst einmal geschafft, eine Abstimmung zu machen.

00:09:29: Ich nahm mein Vater das Gewerführe und sagte, du darfst sie anschriegen.

00:09:34: Und meine Mutter stand

00:09:35: daneben ... Das

00:09:36: war natürlich der Gegner.

00:09:38: Wirklich?

00:09:39: Ja!

00:09:40: Aber das

00:09:40: ist ... Der Gegner stand daneb und hat keinen Ton gesagt, er riss nur die Augen auf und ... Und ich dachte, ja wohl!

00:09:51: Du bist dort eigentlich schon zur Rebellin geworden?

00:09:54: Nein.

00:09:54: Ich wurde von meinem Vater unterstützt sehr.

00:09:57: Ich weiss nicht was sonst zu mir geworden wäre, wenn die das für ... Es ist nicht einfach ... Ich habe einen Schereveliert und so.

00:10:05: Mein Vater hat das gar nicht geschätzt, als ich angefangen habe zu rebellieren.

00:10:09: Aber du musst ein Background haben, sonst hast du es in dieser Zeit nicht geschafft.

00:10:14: D.h.,

00:10:15: dein Papa war eher progressiv eingestellt?

00:10:19: Ja, offensichtlich.

00:10:21: Dein Mami war eine typische Hausfrau im Sinne von ...

00:10:27: Und sehr

00:10:27: frum.

00:10:28: Sehr frum und hat sich in der Meinung des Vaters versteckt.

00:10:31: Ja.

00:10:33: Rund sie führte den Haushalt.

00:10:34: Wir hatten auch die Entschmädlung.

00:10:35: Wir waren Kobi-Mittelschichten.

00:10:39: Unser Vater war sehr erfolgreich.

00:10:44: Meine Mutter, die gegen das Frauenstimmrecht war, ich erinnere mich.

00:10:48: Ich war nicht mehr daheim.

00:10:49: Es kam eine Abstimmung über die Fristenlösung der erste Abstimmung.

00:10:54: Als ich wieder zu Hause bin, fragte ich meine Mutter, was gestimmt hätte, wenn wer stimmte und sie sagte, dass es ging und ich ja gestummt habe für die Fristellösung.

00:11:07: Kannst du das noch mal schnell erklären?

00:11:08: Das sagt nicht alles etwas.

00:11:10: Du bist da mit den Dummen gelandet.

00:11:14: Nein,

00:11:14: ich bin nicht bei den Dummen!

00:11:15: Ich bin der Junge!

00:11:16: Ja?

00:11:16: Nein, das ist auch nichts mit dumm zu tun.

00:11:20: Jene Abstimmung über die Abtreibung.

00:11:22: Fristellösik war es dir, dass du in der ersten Saison mit einem Top treiben

00:11:28: darfst.

00:11:28: Wenn

00:11:28: du zwei ärztliche Meinungen hast, beide schriftlich und so, dann darfst

00:11:32: du.

00:11:32: Und das hat man vorher nicht ... Ist es denn durchgekommen?

00:11:35: Prämieabtreibung war verboten!

00:11:37: Wir haben noch jetzt eine Frischtelösung.

00:11:40: Es halte sich einfach niemanden mehr dran oder aber in den ersten drei Monaten eigentlich immer noch.

00:11:44: Du musst einen Unterschrift haben von einem Doktor und dann darfest

00:11:48: du ... Und dieses Mami hätt ich aber hier ja gestummelt...

00:11:50: Und da hast sie ja

00:11:50: gestimmt?!

00:11:52: Und du bist mega überrascht gesehen.

00:11:53: In total.

00:11:55: Das ist aber geil, wenn einem Leute

00:11:56: so kommen.

00:11:56: Das ist eine Frau ihre Sache!

00:11:59: Und gerade mit jemandem, der so rum ist... Ja und

00:12:03: sonst nie im Nie-Go-Go abstimmen oder wählen gehen.

00:12:05: Es ist nicht mein Problem, das ist meine Welt nicht.

00:12:08: Meine Welt ist zu Hause und so, aber die frischsten Lösungen.

00:12:11: Wow!

00:12:12: Ich liebe es, wenn ihm Leute so überraschen.

00:12:16: Aber

00:12:16: hat dich dein Mann trotzdem beeindruckt?

00:12:19: Ich kenne Leute, die sagen, meine Mutter hat mich gelangweilen oder sie hat sich zu wenig eingesetzt, zu wenig stark gemacht.

00:12:26: Ich kende Leute aus deiner Generationen, die das so würden sagen.

00:12:29: Aber nicht mit Wunder was deine Meinung zu deiner Mutter war?

00:12:34: Also sie ist eben ... Auch in Kantonschwolde war es gemi in Kantonturg auch, dass ich in Kante gegangen bin und so.

00:12:43: Sie war überall dagegen eigentlich.

00:12:47: Und äh... Ich habe diesen Sohn einen Start eingeleitet.

00:12:54: Ich kann mich gar nicht mehr kümmern mit meinen Mutter, sondern ich wusste nur, dass ich ihn tun darf.

00:12:58: und zack!

00:13:00: Und meine Mutter hat noch ziemlich schnell ... Wie heisst das?

00:13:07: Nicht alle zu Hause, man ist ein anderer.

00:13:08: Weisst du die Schütteldinge?

00:13:10: Die Schüttlemmung oder den Drahtstürbchen?

00:13:13: Meine Mutter hat es sehr früh bekommen.

00:13:15: Und dann sind sie natürlich ... Er hat angefangen zu zitteren und war immerhin die Leidung der Methodistenkiller.

00:13:21: Und er ist immer mit Zittern.

00:13:23: Ich habe ihn wahnsinnig bewundert, wie sie das genommen haben.

00:13:27: Sie sagte, dass es jetzt so ist ... Sie hat natürlich gesagt, dass er Gopio geschickt hat.

00:13:34: Und sie war

00:13:35: so

00:13:35: zufrieden und aufgestellt.

00:13:38: Sie ist dann auch früher gestorben.

00:13:42: Was war sie?

00:13:44: Sie ist gestorben.

00:13:46: Ich habe sie in der letzten Zeit, wo sie so positiv mit ihrer kranken Tum gegangen ist, total geliebt und geschätzt.

00:13:59: Du hast die Eigenschaften auch übernommen, dass trotzdem alle Widerkeiten zum Trotz noch eine kleine Unbeschwertheit an den Tag legen.

00:14:13: Du hast eine Lichtigkeit.

00:14:15: Du siehst jeden Tag, bevor ich schlafe.

00:14:17: Ich überlege mir, was das für ein Tag war?

00:14:23: Was ist gut gelaufen und schlecht gelaufen?

00:14:25: Was muss man aufpassen?

00:14:28: Und dann gehe ich bewusst an den Sonnenseit der Strecke.

00:14:32: Was war positiv?

00:14:35: Sandra ist alles auch wahr.

00:14:37: Oder was ist positiv?

00:14:38: Und dann gehe ich hin und sage Danke vielmals!

00:14:42: Dann kann ich schlafen, ja.

00:14:44: Du sagst

00:14:44: danke Gott

00:14:45: oder... Nein,

00:14:46: nein, nein.

00:14:47: Ich bin eben nicht auch Gott.

00:14:48: Wem sagst du danke?

00:14:50: Mit dem Sternen oder was es ist.

00:14:51: Was

00:14:51: es ist,

00:14:52: was es

00:14:53: is'.

00:14:53: Aber ich

00:14:54: sage wirklich Danke und das ist für mich das Positive.

00:14:57: Ich gehe auf die positive Seite und sagen, dass es andere nicht gibt.

00:15:03: Aber ich bin auf der positiven Seite und sage Danke.

00:15:07: Du tust

00:15:07: dein Hirn auf das positive Trainieren?

00:15:10: Das ist ganz wichtig, besonders im Alter.

00:15:13: Und das funktioniert, oder?

00:15:14: Wie lange man das macht und routiniert, dann spürt man das auch.

00:15:19: Ich spüre das schon lange.

00:15:21: Jetzt sind wir noch bei den ganzen jungen Heiden, die sich freut, ins Gimmick zu gehen ... Durch eine Rasse, die Bock hat und unterstützt von Pappi.

00:15:30: Das ist mir letztes Mal auch mega geblieben, wie eindrücklich du das geschildert hast.

00:15:33: Wie eben schon nur der Fakt, dass du in das Gimmick gegangen bist als Frau.

00:15:37: Du warst eine von den wenigen

00:15:39: und

00:15:39: das ist mir so ein bisschen nervt.

00:15:42: Und über das werden wir sicher auch noch ... Aber die Trägheit der feministischen Bewegung, man merkt ja jetzt haben sie zu weit genommen, es nervt langsam, es geht ja allen gut.

00:15:51: Aber so führen euch mal vor Augen, das ist keine... Eben!

00:15:55: Ich erzähle mal etwas,

00:15:59: was du vor Augen führen

00:16:00: kannst.

00:16:01: Oder ich

00:16:01: bin als erkannte Frauenfeld?

00:16:04: Es gab nicht viel Mägel, aber immerhin.

00:16:06: Da gab es unter anderem das Fachstaatskund.

00:16:11: Und in dem Fachstaatkund ... hat es für die Mädchen eine andere Unterlage gegeben als für die Buben.

00:16:18: Wir haben das ganze Kreiseheftel übergekommen, Staatskunde für den Mädchen.

00:16:22: Das war ja noch vor dem Frauenstimmrecht und mit dem alten Hecht oder?

00:16:27: Also der Mann ist das Herr in der Familie.

00:16:29: so weiter und sofort.

00:16:30: Staatskunden für den Mädchen, das war nur das Familienrechtein.

00:16:35: Und die ganzen politischen Rechten

00:16:37: usw.,

00:16:37: das war alles zusammen nur in den Buben, in ihren

00:16:40: Heften.

00:16:41: Geht euch nichts

00:16:42: an?

00:16:42: Also ihr habt das auch gar nicht dürfen lernen.

00:16:45: Nein!

00:16:47: Ich erinnere mich, da bin ich das erste Mal wirklich in der Klasse angestanden und gesagt habe, das ist gemein!

00:16:52: Ich will das auch!

00:16:54: Aber dann natürlich... Ha ha!

00:16:56: Und

00:16:56: dann ging es aber erst wieder so noch wahrscheinlich.

00:17:00: Ja was war das?

00:17:02: In den Spaten ... In den Sechzigern oder?

00:17:06: Es ist so krass.

00:17:07: Im Sechzigerjahr habe ich die Natur gemacht.

00:17:09: Am Ende der Fünfzigerjahre von den Sechzigern.

00:17:12: Aber du hast eine Vorderachtersechzegabewegung, weisst

00:17:15: du?

00:17:15: Und hast du dann von einem Tipp Stickenbuch geklaut und gleich drin gelassen?

00:17:21: Nein!

00:17:22: Ich habe einfach eine Frechheit gefunden.

00:17:24: Und wie haben die Lehrer darauf reagiert, dass sie auch sich gefordert hat?

00:17:28: Ja, nein.

00:17:28: Die haben gesagt ... Es ist so.

00:17:31: Es ist einfach so.

00:17:32: Hast

00:17:32: du mit dem gut umgehen können, wenn jemand sagt, es sei halt so?

00:17:35: Das ist halt so, Frauen sind halt für das.

00:17:38: Ich

00:17:38: hatte zu viel Unterstützung und Privilegien gegenüber meinen Brüdern, weil ich so gut war und keine Mühe gemacht habe.

00:17:47: Ich bin einfach schlankt durch und habe nur geholfen daheim, denn meine Mutter hatte fünf Kinder in neun Jahren.

00:17:53: Trotz dem Dienst meinte ich, da musste ich sehr viel machen.

00:17:55: Da habe ich alles gemacht!

00:17:57: Und dann bin ich einfach geschlafen und konnte ansonsten machen, was ich wollte.

00:18:04: Du hattest ja eh mehrere Etappen.

00:18:09: Wie man heute sagen würde, eine Frau, die sagt, man kann alles.

00:18:12: Man hat eine Familie und eine Karriere.

00:18:14: Man kann noch aktivistisch sein und erfolgreich.

00:18:17: Das ist auch etwas, das man ab und zu sagen muss.

00:18:20: Aber wenn man nicht will, kann man den Fokus auf etwas setzen.

00:18:24: Ist es dann nach dem Studium schon losgegangen mit der Familie?

00:18:32: Nach dem Studium war ich dann lange in Florenz für meine Disse.

00:18:36: Meine Disse ist über Florenz und bin wieder zurückgekommen und habe meinen ersten Freund.

00:18:49: In einem halben Jahr war ich wirklich in Florenze, als er in Zürich blieb.

00:18:56: Dann ging es darum, dass mein Vater gemerkt hat, dass wir miteinander Sex haben.

00:19:03: Mein Freund und ich.

00:19:05: Uneheliches Sex?

00:19:06: Unehelicher

00:19:07: Sex!

00:19:08: Wie hat er das

00:19:09: gemerkt?!

00:19:10: Das hat er nicht vertreibt, und hat uns gezwungen zum Hyraten.

00:19:13: Warte, wie hat er gemerkt, dass er Sex hat?

00:19:16: Hat er Gummis gefunden?

00:19:17: Hat es nicht Gummiss gegeben?

00:19:20: Nein...

00:19:21: Nichts!

00:19:22: Wir sind als Familie.

00:19:24: Das war beim Scheller, das ist eine Konfisserie.

00:19:27: Man konnte auch Kaffee trinken und immer am Sonntagmittag ging man zum Scheller.

00:19:33: Ich hatte schon ein Zimmer in Zürich, aber am Wochenende bin ich immer heim.

00:19:37: Meine Mutter hat mir die Wäsche gemacht.

00:19:39: Wir konnten dort nicht wäschen.

00:19:43: Dann hatte ich meine Handtasche und meinen Vater im Scheller.

00:19:47: Er macht meine Handtesten auf und sagt zu Hause, was hast du alles in der Hand?

00:19:53: Mit all meinen Brüdern dabei.

00:19:55: Und so weiter.

00:19:56: Und das packt da draussen ein Päckchen die Pillen.

00:19:59: Das wollte ich gerade fragen, wen ist die Babypille?

00:20:02: Ich bin eine von den

00:20:04: ersten.

00:20:04: Du

00:20:06: warst auch einer der ersten, die dich genommen hat?

00:20:07: Ich hatte keine Sex ohne.

00:20:09: Ohne die Pille.

00:20:10: Wirklich?

00:20:11: Das erste Mal, als du sechs warst, hast du schon die Pillen genommen!

00:20:14: Hast du kein Kind willen oder wieso?

00:20:15: Ja

00:20:16: ich habe kein Kind wollen.

00:20:17: Und dann hast du das nicht... Ah krass!

00:20:19: Ich wollte so viel fragen.

00:20:21: und

00:20:21: wie ist diese Frage?

00:20:22: Aber wo die Antibabypille gekommen ist, ist es eine Erlösung wie man es hört, sodass das ein Freiheitsschlag ist jetzt zu kommen.

00:20:28: Also auf einer Art, oder?

00:20:30: Auf eine Art war es eine totale Erlösung, weil du nimmst die Pille.

00:20:33: Das liegt alles nur an dir.

00:20:35: Du musst nicht schauen, dass der Mann das richtig macht.

00:20:39: Weisst du mit dem Kondom?

00:20:41: Sondern du nommst die Pillen und wenn du sie seriös nimm, bist du geschützt.

00:20:45: Gleichzeitig waren die ersten Pillen rechte Bomben gewesen.

00:20:49: Was hast

00:20:50: du immer noch

00:20:51: manchmal?

00:20:51: Ich hatte zum Beispiel nach ... was war das?

00:20:53: Ein halbes Jahr hatte ich keine Menze mehr.

00:20:55: Das

00:20:57: ist schon ... Ja, ja.

00:21:00: Also das hat man jetzt schon gemerkt?

00:21:02: Oh, das ist dann nicht ohne, wenn ich ... Das ist

00:21:04: nicht ohne!

00:21:06: Ja, genau.

00:21:07: Also es war nicht so, dass wir über das mega weggeschaut haben, weil's halt der Freiheitsschlag war.

00:21:11: Wir können jetzt selber

00:21:13: einschalten.

00:21:13: Natürlich eigentlich auch.

00:21:15: Aber die

00:21:16: Rache folgte auf dem Fuss

00:21:19: oder.

00:21:19: du hast mit der Zeit wirklich realisiert und ich bin da die Einzige gewesen, die dann wirklich müde bekommen hat.

00:21:25: Und dann hat mein Vater, wir sind immer noch am Scheller, diese Pillen gesehen.

00:21:30: Er hat mich angeschaut und wieder reingeschoppt.

00:21:35: Er sagte keinen Tom mehr oder?

00:21:38: Und er hat nach ihrem Hans, also meinem Freund, angeleutet und gesagt, ihr habt Sex miteinander, ihr ratet jetzt.

00:21:46: Scheisse!

00:21:49: Wie war das für euch?

00:21:51: Ja, sowohl als auch.

00:21:53: Auf einer Art war es natürlich die einzige Möglichkeit zum gemeinsamen Wohnung zu haben.

00:21:57: Musst du das mal vorstellen?

00:21:59: Ist dort im Kanton Zürich noch verbottskonkubinatisch noch verboten gewesen?

00:22:02: Darum sind alle in Aargau ausgezogen, gell?

00:22:03: Ja, alle sind

00:22:04: in Aargau, genau!

00:22:04: Hättest du mir alles gewusst?

00:22:06: Spreitenbach!

00:22:07: Ha

00:22:08: ha!

00:22:08: Jetzt entschlappen!

00:22:09: Nein, Spaß!

00:22:11: Flitzen... Also wenn du über den Jaguar ...

00:22:14: Ist immer noch

00:22:14: so und in Aarcau hätte ich wirklich nicht.

00:22:16: Und wenn der Vater nicht mehr retten würde, dann machen wir's halt.

00:22:20: Nein, das ist negativer oder positiver.

00:22:25: Es war aber, dass wir dann wirklich mal eine eigene Wohnung hatten.

00:22:30: Er hatte einen Monsarder-Kimmer und eine eigene Wohnengäste.

00:22:37: Ich weiss nicht, wie man die überkommt, hat sie unverheiratet.

00:22:41: Dann fanden wir diese Wohnung in Nürtigen ... Wir haben mit offiziellen Verlobungskarten zuerst ein Verlobbungsfest gemacht.

00:22:51: Dann haben wir einen Teil von der Ausstüren übergekommen, dann noch ein Hochsig festgemacht und einen anderen Teil aus der Aussteuer bekommen.

00:22:59: Da konnten wir uns so reinrichten.

00:23:01: Du musst mich jetzt giggeln, wenn du daran denkst, dass nur weil du Sex gehabt hast mit einem Mann, musst du ihn heiraten.

00:23:08: Oder weisst?

00:23:09: Ich stelle mir das so raus!

00:23:09: Nein, du musst nicht

00:23:10: giggelen.

00:23:12: Aber merkst du auch, dass es ... Wenn wir das hören, ist es ja wirklich so.

00:23:16: Es wird dann wieder vor Augen geführt wie anders.

00:23:19: Dass es noch nicht so lange dauert.

00:23:22: Wir

00:23:22: könnten für die Worte wahlen.

00:23:24: Wir können uns durch die Weltgeschichte vogeln und es wäre egal.

00:23:29: Man müsste

00:23:31: nicht heiraten?

00:23:32: Wir müssen

00:23:32: beschämt werden, aber nicht heiratet.

00:23:34: Vielleicht

00:23:34: muss man weiterlassen.

00:23:36: Heiraten hat heissen.

00:23:38: Jetzt war ein alter Ehreich, oder?

00:23:40: dass der Mann überhaupt von der Familie ist.

00:23:43: Und ich habe von meinem Grossvater ein Haus in einem Baden-Gerbt.

00:23:48: Also, ich konnte es ihm abkaufen.

00:23:51: Wo er und meine Grossmutter in einen Alterswohnung gegangen sind ... Ich hatte mit Hilfe von meinem Vater keinen Geld.

00:23:59: Ich konnte das Haus kaufen!

00:24:01: Da kam der Vormund in Ütiken, wo Hans und ich gewohnt haben.

00:24:05: Wir wollten wohnen.

00:24:08: Ich muss Ihnen sagen, Frau Leinwitzig, wenn Sie heiraten, dann gehört nachher das Haus ... Nein.

00:24:18: Das Verfügungsgewalt über das Haus gehört nach Ihrem Mann.

00:24:22: Und gar nicht mit dir?

00:24:24: Verfügungswald!

00:24:25: Also er darf dann entscheiden, was mit dem passiert.

00:24:27: Nein!

00:24:28: Das

00:24:28: ist das alte Nährecht.

00:24:33: Und wie war es für dich?

00:24:35: Ich merke nicht mehr.

00:24:36: Der Hans war offentlich gut.

00:24:38: Aber ich ... Das würde mich Angst machen von einem Vater, der mich gepusht hat... Die Heimat, die mir immer Power gegeben hat.

00:24:46: Aber dann sagt man, ich muss jemanden heiraten und will irgendwo ein Stück von deinen Freiheiten.

00:24:51: Logisch gewünscht gönnst du dazu, kannst in einer Wohnung mit ihm leben und hast sicher eben andere Möglichkeiten als wenn der Umverheuratet ... Ich weiss nicht wie es mit Bankkonteneröffnung aussieht, das war ja teilweise auch schwierig.

00:25:01: Das ist nicht möglich?

00:25:02: Es war nicht

00:25:03: möglich!

00:25:03: Nein, da musstest

00:25:04: du unser Liff vom Mann haben.

00:25:05: Und wenn

00:25:06: du um Verheuraten warst... Dann hast du es

00:25:09: können.

00:25:09: Ja, ja!

00:25:10: Aber dann hast du nur

00:25:11: mit den Quirateten gesehen?

00:25:12: Aber dann hattest du eigentlich weniger Anreize zum Quiraten oder hast ein grosser Stück von der Freiheit abgeben müssen.

00:25:18: Hatte das Angst gemacht?

00:25:20: Nein, es hat mir keine Angst gemacht.

00:25:21: Ich kann es positiven.

00:25:23: Also die Erlösung des Bevormundens durch meinen Vater und so weiter habe ich eigentlich höher Gewichte.

00:25:29: Ah schon?

00:25:30: Ja, denn jetzt hat er mich nachher losgelassen.

00:25:33: Jetzt musst du deinem Mann für dich sorgen.

00:25:36: Aber es ist schon krass, wieso ein Tier, der verkauft wird von Meinten zum anderen?

00:25:40: Nein, er hat mich schon geliebt ...

00:25:43: Aber die Gesetzgebung einfach ...

00:25:45: Ja, setzlich mei!

00:25:46: Die

00:25:46: Gesetzgebungen waren unter jedem Hund.

00:25:50: Das machte heute keinen Begriff mehr.

00:25:52: Wie war das damals?

00:25:53: In Deinem Umfeld haben Sie endlich schockiert reagiert oder vor allem Frauen, wenn sie in so eine Situation gekommen sind und gemerkt haben, ich gebe jetzt hier so viel ab.

00:26:04: oder ist es für viele auch einfach gewesen?

00:26:07: Es war schon lange ... Weisst du, bist du die Einzige, die gefunden hat?

00:26:12: Das läuft nicht richtig.

00:26:17: Ich dachte, mit dem Hans können wir uns arrangieren.

00:26:21: Oder der kam ja aus einem sehr mittelstandsmilieu und hat auch ... Er hatte auch seine Begrenzungen zu Hause.

00:26:31: Wir dachten, jetzt machen wir was wir wollen oder beide.

00:26:38: Von dem her war es nicht nur negativ für uns.

00:26:43: Es ging dann einfach ... Ja, es ging eben nicht lang.

00:26:49: Dann hat er einen Freund danach, wie die freie Liebe kam.

00:26:53: Nachts nach der Sechzigerwägung?

00:26:54: Natürlich!

00:26:56: Du auch.

00:26:57: Ich habe es dann auch probiert, aber ich habe das Gefühl, das ist nichts für mich.

00:26:59: Aber ich habe es selbst gemacht.

00:27:04: Aber er hat es jetzt total geschätzt und gern gemacht und dich nicht.

00:27:08: Also ich brauche quasi?

00:27:10: Ja einfach andere Partnerinnen und Partner... sich

00:27:14: ausprobieren.

00:27:15: Sind ihr für beide die Ersten von einander?

00:27:19: Magst du noch ein paar Worte zur Dachten-Sechter-Bewegung?

00:27:21: Ich glaube, das wüsste viel.

00:27:23: Das hat man im Geschichtsunterricht gehört.

00:27:24: Aber wie nicht zu einem lebhaften Beispiel?

00:27:27: Was hat sich nach diesem Jahr verändert?

00:27:29: Nach dieser Hippie-Power und dem Sex?

00:27:35: Man muss sich eben vorstellen, dass die Dachternsechterbewegungen zwei Flügel hatten.

00:27:40: Der erste Flügel war unter den Talaren der Schäufe von hundert Jahren.

00:27:47: Das sind Studentenbewegungen, die gekämpft haben gegen die absolut veralteten Meinungen und Lehren, die wir an der Uni hatten.

00:28:01: Das war ein Teil der Bewegung.

00:28:03: Und das andere war wirklich die Frauenbewegung.

00:28:06: Die haben zum Teil nicht zusammengepasst, diese beiden Bewegungen.

00:28:10: Ich erinnere mich an Tari Schwarzer.

00:28:12: Das ist ja noch ein Begriff oder?

00:28:14: Diese gibt es immer noch.

00:28:17: Also however!

00:28:19: Aber Tari Schwarzer steht mal unten gekommen und ich bin schon fertig mit dem Studium.

00:28:23: Er hat den Vortrag gehalten über die neue Frau-Bewegung.

00:28:27: Sie hatte eine grosse Wirkung, gerade in Zürich.

00:28:30: Oder auf die FPB.

00:28:31: Die FPB hat sie eingeladen.

00:28:34: Eine feministische Frauenbewegung.

00:28:37: Und da kam es natürlich auch Mann.

00:28:43: Einer von uns, ein marxistischer Grüppli, sagte in der Diskussion zu der Allischwarzer, dass unsere Frauen überall mitdiskutieren dürfen.

00:28:55: Dann hat sie gesagt, weisst du was?

00:28:56: Jetzt bist du einfach mal ganz ruhig und lass die Frauen reden.

00:29:00: Die sind da mit den Nebengesessenen.

00:29:02: Wir haben das unauslöschlich eindrückt gemacht.

00:29:06: Sie hatten dann richtig

00:29:08: eine Zeit hier.

00:29:09: Das tut so gut zu hören!

00:29:11: Die Deutschen waren viel frecher und aggressiver und kraftvoller als wir.

00:29:17: Immer noch etwas so nicht...

00:29:19: Ja ja,

00:29:20: ich bin schon... Nein, das

00:29:22: war erst mal nichts.

00:29:24: Ah, wie schön!

00:29:25: Aber das ist so krass, dass sie heute noch manchmal einfach gut tut.

00:29:28: Wenn man merkt, etwas läuft umfährt und dann steht eine Person an und sagt ja, aber fertig geht

00:29:35: es.

00:29:35: Ja oder auch heute noch eine Frau, die sagt jetzt laust du mal rausreden?

00:29:38: Also es gibt immer noch Studien dazu, dass Frauen weniger zu Wort kommen in die Meetings oder dass irgendwie ihre Idee als die von Mann verkauft werden damit sie besser angekommen sind.

00:29:46: Also es ist ja immer lauscht

00:29:47: zum Beispiel Jacke im Bad Ransau.

00:29:49: Ja, die macht das.

00:29:51: Die steht

00:29:53: da vorne.

00:29:53: Also der ist ... Also weisst du, die steht dann?

00:29:55: Man

00:29:56: kann sich

00:29:56: andere Frauen nicht trauen oder noch nicht ganz so weit sind und so weiter.

00:30:01: Ja, aber sie hat eine Stimme.

00:30:03: Sie hat ein Auftreten.

00:30:04: Aber sie macht

00:30:05: es wirklich.

00:30:05: Und sie macht

00:30:07: auch

00:30:08: für andere

00:30:10: Frauen.

00:30:10: Absolut, das stimmt

00:30:11: und denen

00:30:12: braucht's mehr.

00:30:14: Wenn ist bei dir so der Punkt?

00:30:17: Die Rede von Alice Schwarzer war ein Moment, in dem ich beeindruckt habe.

00:30:23: Aussehnlich im älteren Haus, wo ich deinem Vater ... mehr unterstützt haben, als andere Mädchen unterstützt wurden.

00:30:29: Zu einen Weg finden mit der Gesetzgebung, mit Hyraten und unseren Freiheiten.

00:30:34: Wenn du gemerkt hast, dass wir als Frau etwas machen müssen?

00:30:39: Und ich will Teil dieser feministischen Bewegung werden?

00:30:43: Beim Abschluss beim Uni-Abschluss war ich der grosse Star.

00:30:46: Ich habe ein Diss gemacht, doppelt in Kunstgeschichte und Geschichte oder?

00:30:51: Also eben Florenzi!

00:30:55: Und so und ... Also, ein Slob.

00:30:58: Und Abschluss.

00:30:59: Und ja!

00:31:01: Fraulein-Witzig.

00:31:04: Nein, dann war ich schon sehr geraten, in dem ich endlich meine Deinsfertigung gemacht habe.

00:31:09: Du

00:31:09: bist lieber Frau-Witzi genannt oder als Fröhlein?

00:31:12: Viele haben Jafröhleine gehabt.

00:31:13: Oder hat die das nicht gestört?

00:31:15: Das ist einfach noch so normal gewesen.

00:31:17: Also, du hast gar nichts anderes gekannt.

00:31:18: Eine Frau ist eine

00:31:24: früherartende

00:31:26: Frau.

00:31:27: Geht es eigentlich noch?

00:31:28: Nein!

00:31:28: Das war das Kremdzeichen.

00:31:29: Zwischen dir, gell?

00:31:30: Ich habe einigen zum Beispiel ... Das war eine grosse Tante von mir.

00:31:36: Die Schwester meiner Grossmutter, die ist ihr Leben lang lediggeblieben.

00:31:39: Sie hat immer Frau Leine im Mönch geheißen und sie ist auf das total stolz.

00:31:43: Ah schon?

00:31:44: D.h.,

00:31:44: ich habe mich ohne Mann durchs Leben gebracht!

00:31:48: Aber es gab sicher auch jemanden, der sich kämpft.

00:31:50: Ja, das will sie.

00:31:52: Frau Lein, das ist eine halbpazifige Frau oder?

00:31:54: Es ist also kleinere

00:31:58: Ausform.

00:32:01: Krass, schon dort... Sorry, ich kann dich aber unterbrochen.

00:32:04: Genau.

00:32:04: Mit deiner

00:32:05: Arbeit?

00:32:05: Vor allem witzig!

00:32:06: Nein, Frau-witzig ist

00:32:07: die Stimmung.

00:32:08: Frau... dann eben nicht mehr witzige.

00:32:10: Dann müssen

00:32:11: wir unter deinem neuen Namen.

00:32:13: Hätte ich das nicht genervt?

00:32:14: Witzig, doch mit total generft aber es war einfach so.

00:32:18: Wow

00:32:18: okay und dann hast du das publizieren müssen und dann bist du dort ein Star gewesen von allen.

00:32:25: Und dann habe ich nicht gemerkt, dass eigentlich alle Professoren gedacht haben, ich mache jetzt weiter.

00:32:30: Ich werde Assistentin und gebe ihnen eine akademische Karrierenisla.

00:32:35: Ich habe das gar nicht bemerkt.

00:32:36: Das hat es mir auch niemand gesagt.

00:32:38: Ich bin dann gegangen und habe den Menschen für Kunstwissenschaften und so weiter angefangen zu arbeiten als Kunsthitoriker.

00:32:43: Ich habe eine Kunstgeschichte geholfen, dann mussten sie aufs Abfall wählen.

00:32:49: Am Schluss habe ich die Kunstgeschicht gewählt und durch das habe ich an keinem Gimmie einen Stelle gefunden als Mittelschullehrerin.

00:32:56: Die Kunstgeschichten haben Sie einfach nicht gebraucht oder?

00:33:00: Und durch das bin ich eben als Kunsthistorikerin gegangen und haben dort verschiedene Stellen gehabt.

00:33:07: Und es ging mir nicht gut dabei.

00:33:09: Ich bin auch bei der Galerie Koller, also fast rausgekehrt.

00:33:11: Ich habe das nicht gut gemacht, ich finde es auch.

00:33:16: Und ich wurde immer bescheidener!

00:33:18: Ich begann dann im Fernsehen in der Dokumentation.

00:33:24: Das war für mich die Rettung.

00:33:26: Dort hatte ich Zeit für die feministische Bewegung, das war auch ein linker Kuchen in der Dokumentation des Fernsehens.

00:33:36: Ich hatte Zeit und konnte mich bücheln.

00:33:40: Ich bekam dann ein Kind ... Mit dem Ruhige, meinem Partner.

00:33:47: Bis er gestorben ist, war ich zusammen.

00:33:50: Jetzt haben wir den Bruch vom Hans verpasst?

00:33:52: Der kam zu viel um.

00:33:55: Ja, das ist schnell.

00:33:56: Das ist ganz schnell

00:33:58: wechselnd.

00:34:00: Und das ist aber mega spannend.

00:34:03: Aber

00:34:03: scheitig ist es auch ...

00:34:05: Ja, entschieden haben wir erst sehr viel später.

00:34:07: Wir

00:34:08: waren dann so klar, dass ich ihn nie mehr höre!

00:34:12: Nein!

00:34:12: Du warst mir auch gleich, dass ich noch gehöraten bin.

00:34:16: Ich war schon mit dem Bruder zusammen und immer gehöratet.

00:34:19: Das war mir völlig egal.

00:34:22: Ich habe gesagt, ich gehe mal weg mit dem Zeug und so.

00:34:26: Bis ich realisiert habe ... Jetzt bin ich schwanger, das ist aber sehr viel später gewesen!

00:34:31: Und dann wäre der Hans-Fass

00:34:32: nachher noch mein erster

00:34:34: Mann?

00:34:35: Dann haben wir uns eine Scheisse lassen.

00:34:37: Ja

00:34:37: natürlich, blitzschnell oder?

00:34:40: Oh man,

00:34:41: ist das krank.

00:34:41: Und Hans war während des etwas am Unabumsen.

00:34:44: oder was hat er gemacht?

00:34:46: Ja, eben.

00:34:48: Er hat die sexuelle Freiheit genossen und wir haben das sehr schnell auseinander entwickelt.

00:34:53: Und er ist dann auch auf einen Padern, also das Haus, das mir gehört ... Ich war froh.

00:34:59: Er machte neue Wege und ging und ich blieb in Nürtigen, weil ich dort schon Alpfleck war und habe eine kleinere Wohnung gemietet.

00:35:08: Also nach zwei oder drei Jahren sind wir ... Nach zwei Jahren waren wir schon auseinander.

00:35:15: Und hattest du das Haus aber gehalten?

00:35:18: Oder ... Er wohnte da drin und hat uns als Partner gehört, oder?

00:35:23: Ja, ja.

00:35:24: Das war eine lange Geschichte.

00:35:25: Okay, boah!

00:35:27: Aber dann kam der Ruedi.

00:35:30: Du warst bei Fernsehe und bist schwanger geworden.

00:35:35: Wir waren zusammen.

00:35:38: Wir haben einen anderen Weg gemacht noch mit den anderen zusammen in Uster.

00:35:42: Der Ruedig.

00:35:43: Und ich und noch etwa fünf, sechs andere.

00:35:47: Wirklich eine Wege,

00:35:49: weisst du richtig?

00:35:49: Wie heute werden wir so gehen ... Die Redner leben fast in einer Kommune zusammen, wie du es sagst.

00:35:56: Ist das wie heute, wo man dann auf diese achte Linken zusammenweist, die sich nicht waschen?

00:36:02: Keine Weisse doch nicht!

00:36:03: So die Vorurteilung ist, dass damals schon hat man etwas auf das abgeschaut, sodass nicht ganz bürgerliche Leben.

00:36:09: oder ist das ein volles Ding gewesen?

00:36:13: Was ist das für ein Saalhaufen?

00:36:15: Echt?

00:36:17: Aber es war mir gleich.

00:36:18: Nein, wir hatten gute Wege.

00:36:22: Bevor das Kind kam, eine Wege mit Kindern und eine wege ich ohne Kinder kann man nicht vergleichen.

00:36:26: Und

00:36:29: vorher sind wir wirklich, also wir haben quasi die SP Uster aufgemischt.

00:36:34: Da sind alle in die SP gegangen und es war eine sehr linke, wunderbare SP.

00:36:38: Ich wurde sofort im Gemeindrag gewählt.

00:36:41: Also das ist die Legislative.

00:36:44: Es war ein supergutiger Weg.

00:36:49: Auch, dass es geht.

00:36:52: Die Teilungen sind gekocht und sind wieder gegangen.

00:36:55: Und so weiter und sofort ...

00:36:56: Wie hat man das gelebt?

00:36:57: Man hatte einen Garten zusammen.

00:37:01: Du hattest Mühe, eine Sämpfe übernehmen.

00:37:03: Das war einfach fix!

00:37:05: Wenn du mit Kochen dran warst, hättest du Mühe zu kochen.

00:37:10: Waschen war auch eine Sämtung für alle.

00:37:13: Alles waschen.

00:37:18: Es hat schon einen.

00:37:19: Damit bin ich jetzt noch befreundet, oder ein alter Herr heutzutage.

00:37:24: Felix hat das fast nicht ausgehalten.

00:37:26: Er hat mir so eine Säntel erdenkt und sich gestreibt.

00:37:34: Jetzt, wie ihr gewünscht habt.

00:37:35: Dann

00:37:37: hat er es aber irgendwann gemacht.

00:37:40: Aber man hat nicht so Familie gespielt und am sechsten geht's zu Nacht- und Hocke-Talente.

00:37:46: Das war ein Freestyle mehr.

00:37:49: Wir haben schon mitten an das Nachgessen.

00:37:51: Und wir waren natürlich ein Anziehungspunkt in Österreich.

00:37:53: Wir hatten beständig Besuch.

00:37:55: Wir schloten ja alle.

00:37:59: Weisst du, die Hickey?

00:38:02: Da habe ich plötzlich gemerkt, um Gottes willen.

00:38:05: Das geht nicht mit einem Baby?

00:38:07: Oder das Baby darf es nicht ... Nein!

00:38:09: Das ist

00:38:10: ja früher auch nicht

00:38:12: so streng.

00:38:14: Wenn ihr rauchert, dann komme ich mit dem Baby nicht in die Stube.

00:38:21: Worauf die Gehörsamsten alle zur Saubernussin sind, sind in der Küche.

00:38:24: Sie haben den Blaus gebraucht und Blödsinn gemacht.

00:38:28: Und ich bin alleine mit dem Baby.

00:38:30: Oh!

00:38:33: Hast du denn so ... Ja, Fomo-Kangeln?

00:38:36: Babyrauchen.

00:38:37: Schmass oder nicht?

00:38:39: Nein,

00:38:39: es war mir klar, dass man das nicht dürfen.

00:38:45: Das Baby ist noch nicht der Rauch.

00:38:46: Hatten diese Leute noch nicht so ... Es gab ja Zeiten, wo wir gesagt hatten.

00:38:50: Rauchen sie etwas gesundes?

00:38:51: Ja,

00:38:52: ja.

00:38:53: Also in diesen Wegen wurde es geraucht wie verrückt.

00:38:56: Darf ich noch fragen, weil's mir gleich noch wundert nehmt jetzt Felix, der sich gegen die Hausarbeits träumt und aber die Ruhe, die irgendwie dann eben verhöratete Frauen eigentlich geschwangeren hat, das wahrscheinlich auch nicht mega konservativ war.

00:39:09: Auch links... Wie waren die Manninnen da so?

00:39:11: Die Linken-Manninnen?

00:39:12: Hast du das Gefühl, dass sie als Zusammenspiel gewesen sind?

00:39:16: für die feministische Bewegung eingesetzt?

00:39:19: Ruedi hat behauptet, dass sie ein Feminist war.

00:39:21: Und auf einer Art war er das auch.

00:39:23: Also rollenteilig mit dem Ruedich weiss oder auch einen guten Vater sein, also auch mit einem Baby.

00:39:28: Oder so kein Problem!

00:39:30: Er war der erste im Mitteler Gader, der gesagt hätte, ich komme nur, wenn ich acht Prozent arbeiten kann.

00:39:36: Hundertprozent kommt nicht in die Frage.

00:39:38: Das macht einem mittleren Gader, das geht leider

00:39:41: nicht.".

00:39:41: Okay, komme ich nicht!

00:39:43: Und dann haben sie ihn doch unbedingt wählen.

00:39:46: Er war wirklich der erste, der sagte, er bräuchte es.

00:39:51: Wieso sei es nur im gewissen Sinne ein Feminist gewesen?

00:39:54: Hat es auch Sachen gegeben, wo er nichts mit ihr eineinig ging?

00:40:02: Ja ... Also die Seite mit den heimlichen Liebeschaften, die er auch hatte.

00:40:10: Das war nicht gut und das habe ich jahrzehntelang nicht gemerkt.

00:40:13: Und es war doch eine rechte Hüche in Uster oder?

00:40:16: Und dann hat er mit einer von diesen ... Was auch Familien hatte, also jahrzahntelange usw.

00:40:25: Das ist diese Seite.

00:40:27: Autsch ja!

00:40:28: Sogar linke Männer sind manchmal betrügend.

00:40:31: Sicher eben auch Frauen aber... Ja,

00:40:34: das war deine negative Seite.

00:40:36: Aber die habe ich erst sehr viel später gemerkt.

00:40:38: Ich habe

00:40:38: jahrzehntelang nichts gemerkt...

00:40:40: Und im Allgemeinen dann nur?

00:40:41: Wirst du aber sagen sind man dabei gewesen so haben sie sich eingesetzt?

00:40:45: Haben Sie sich stark gemacht für Frauen?

00:40:46: Also

00:40:47: unsere Wege schon!

00:40:48: Ja ja, sonst wäre es nicht

00:40:50: so.

00:40:50: Das ist auch das was ich nicht vergessen wie du hier in unserer Show warst.

00:40:56: Du sagst, du findest es so schön wie die Männer bei uns, die im Hintergrund arbeiten und auf die Bühne kommen als Gäste.

00:41:04: Dort war mein Bruder und ein Schalüscherin.

00:41:08: Und Melvin!

00:41:10: Du hast gesagt, dass sie so schön sieht, wie so viele Menschen etwas unterstützen.

00:41:15: Das ist etwas, was du jetzt auch immer wieder erwähnst.

00:41:18: Es ist wichtig, dass man das sieht.

00:41:20: So deinem Vater, der dich unterstützt hat.

00:41:26: Wir brauchen das so fest, oder?

00:41:29: Das ist

00:41:30: etwas Wichtiges.

00:41:31: Einerseits bist du heute wahrscheinlich nicht mehr so stark auf einen unterstützenden Mann angewiesen.

00:41:37: Also müssen Sie eigentlich sagen!

00:41:40: Ja... Du kannst eine Sonne machen.

00:41:42: Du kannst aber ich glaube es ist schön und es ergänzt einfach auch sehr schön und man merkt gewisse Momente schon mal.

00:41:50: Es tut ultra gut wenn ein Mann dahinter steht.

00:41:55: Ich glaube, viel kann man alleine.

00:41:57: Aber es gibt auch einen Vertrauen in die ganze Menschheit, wenn man merkt, dass man das unterstützt.

00:42:05: Was macht man?

00:42:05: Ich bin völlig einverstanden.

00:42:07: Ein zweiter Punkt ist aber ... Das ist aber.

00:42:10: Ich bin einverstand.

00:42:11: Aber was heute wichtig wäre, war, dass du bei der ganzen Kritik am Patriarchat ... wo eine mannenzentrierte Ordnung ist, oder?

00:42:26: Wie kannst du dich selbst autonom definieren als Frau?

00:42:31: Wir sind alle vom Patriarchat prägt.

00:42:34: Das kannst du eben nicht mehr, wenn du Frauengemeinschaften hast ohne Männer.

00:42:40: Ja.

00:42:40: Sobald der Mann hier ist ... Oder ist es einfach das alte Muster, in dem wir alle geprägt wurden?

00:42:45: Neue Muster!

00:42:45: können neue Perspektiven entwickeln und vielleicht auch mal neue Gedanken zum Thema Umwelt.

00:42:55: Oder alle diese Sachen, die heute also brennend wichtig wären, wäre es eben wichtig, dass du daneben wirklich verbindliche Frauengruppen hättest, die einmal anders diskutieren können, andere Wertesysteme entwickeln.

00:43:10: Du musst nicht sagen, dass sie im Frauenwert sind!

00:43:13: Etwas, das nicht auf Herrschaft beruht?

00:43:17: Ja.

00:43:18: Sobald wir oft gehören ... Das gehört mir auch, wenn man gerade im Arbeitsumfeld braucht es in dieser Runde wie ein Mann.

00:43:29: zum Ausgleich.

00:43:30: Aber manchmal, das stimmt würde ich auch sagen, manchmal eben genau nicht.

00:43:34: Manchmal merken wir auch so was für eine Kraft, dass wir haben wenn wir einfach das zweite Unterweg sind oder in einer Frauenrunde und was da wieso grenzenlos es möglich ist weil man eben ... Es klingt zu gemein, aber wenn wir das mal ausklammern ... Das

00:43:51: ist nicht gemein.

00:43:52: Du brauchst eben beides.

00:43:54: Du brauchtest eine Diskussion innerhalb des bestehenden Wertesystems oder das wäre es mit Männern.

00:43:59: Aber

00:43:59: auch in ihren Fokusgruppen rein.

00:44:01: Mit kritischen Männern, weisst du?

00:44:03: Das wird ein System reformieren und so weiter.

00:44:06: Aber ein anderes Wertessystem können entwickeln.

00:44:09: Brauchst du eben einmal Gruppen ohne Männer?

00:44:14: Und das ist jetzt überhaupt nicht gemein, weisst

00:44:16: du?

00:44:16: Das nennt man dann wie persönlich.

00:44:18: Aber hey Leute es war bis zum Jahr reineinzehneinzig, sagen wir plus oder minus so, dass nur machen.

00:44:25: gemeinsam im Raum zusammengekockt sind und zu Entscheidungen getroffen haben.

00:44:29: Und erst dann Frauen dazukommen sind, vielleicht beräuchte sie jetzt eben wie du sagst so die Gruppen von nur Frauen, dass man ihnen andere Richtige denkt.

00:44:37: Ich glaube das ist ein Anspruch, wo alle Frauen haben, dass das nicht gleich handelt ins Patriarchat.

00:44:41: Das geht ja nachher eben nicht darum, wie Dickey Mail das macht und Männer irgendwo in einem Gefängnis einsperren.

00:44:48: Es geht ja dann schlussendlich trotzdem ums Gemeinsames.

00:44:51: aber ich finde es irgendwie noch ein spannender Take... Die Idee entstand vielleicht nicht in diesem Rahmen, wie sie so schwer zu schon entstanden sind.

00:45:02: Oder so schwer die Ideen umhaben?

00:45:04: Dann braucht es das.

00:45:04: Ja

00:45:05: ja und das ist ... Es hat eben auch einen Nassen oder?

00:45:08: Wenn du nachher sagst also jede Frage mit einem Outer aus ist einfach sozusagen die geborene Gebärerin und Mutter und so und hat einen anderen Blick also quasi Quabiologie sind wir ist prädestiniert für andere Diskussionen.

00:45:26: Das ist genau so, wie man eine Qualbiologie prädestsiniert.

00:45:31: Für die Weltbeherrschen und so.

00:45:33: Es geht nicht einfach um Biologie?

00:45:36: Nein!

00:45:38: Hoffentlich müssen wir das den Leuten noch mal erklären.

00:45:41: Ja,

00:45:44: stimmt ja.

00:45:46: Ich habe nur eine ganz schnelle Einschub, aber vielleicht haben wir später noch zu dem Willen ... Er hat gesagt, ihr könnt Echimel

00:45:54: tun.

00:45:54: Darf ich mir die nachher zeigen?

00:45:57: Das ist momentan die feministische Bewegung aus Deutschland.

00:46:01: Aber auf ein ganz neues Jahr.

00:46:02: Sie macht Musik.

00:46:04: Was ist das Rap?

00:46:05: Es

00:46:05: ist eigentlich eine Linguistin.

00:46:06: Ich habe eine Linguistik studiert und Gesellschaftswissenschaften angehoben.

00:46:10: Ich musste noch mal anschauen.

00:46:13: Ich schaffte in der Sprachforschung und hatte dann auch so Rap.

00:46:17: Rappen, Texte schreiben und so eine Figur kreiert.

00:46:20: Sie rappt eigentlich aus Frauenperspektiven das, was Gangster-Rappen aus Deutschland ... So gegen Frauen quasi gerappt haben oder eben so Frauen als Körper, sehr Männer abwerten.

00:46:34: Das ist eine

00:46:34: ironische Art und ...

00:46:36: Wenn man die ironieren kennt, das klingt nicht allnahe.

00:46:39: Darum wird sie als sehr pikant und mannenfindlich genau.

00:46:46: Ja, sie tut dann immer an ihren Shows.

00:46:48: Wir waren vor kurzem an einer Show von ihnen gewesen ein Käffi aufstellen und einen Mann aus dem Publikum kommen

00:46:58: kann, dann auf die Bühne freiwillig.

00:46:59: Dann leitet er eine Hundemaske an und spürt ihn ins Käffie.

00:47:03: Und dann ist das so die Inszenierung.

00:47:06: Es kommt natürlich eine riesige Kritik über, dass sie Männer feindlich sind.

00:47:11: Das geht doch in eine falsche Richtung.

00:47:13: Sie spielt extrem mit ihm und zeigt sich sehr freizügig.

00:47:17: Mir ist auch alles egal.

00:47:19: Aber es nimmt mich wirklich ...

00:47:21: Vielleicht dürfen

00:47:22: wir noch mal Domina?

00:47:24: Ja, das

00:47:25: hat

00:47:31: etwas.

00:47:32: Das sind wirklich

00:47:33: übliche Sexspiele

00:47:35: ... Eigentlich schon!

00:47:37: Aber sie tut weite Dominanz in vielen Texten auf die Sexualität beziehen und aber auch auf die Weltherrschaft von Frauen beziehen.

00:47:45: Darf ich mir es dir nachher zeigen?

00:47:46: Es ist nicht mega wundern wie du reagierst für unsere Songtexte.

00:47:49: Sie sind sehr derbteil.

00:47:50: Kannst du das Gefühl sein, dass die ist?

00:47:51: Ja, okay.

00:47:52: Ich glaube schon!

00:47:52: Und dann schluss deine Meinung

00:47:54: zu den Ikemen.

00:47:54: Also gut...

00:47:55: Aber machen wir erst mal mit allem anderen weiter.

00:47:59: Wir sind in der Rauchstube von einer Austerwäge voller SP und linksgrünen wahrscheinlich.

00:48:07: Und dort ist dein Kind auf die Welt kommen mit dem Ruhe ein.

00:48:10: Und da hast du zum Feminismus gefunden während du beim Fernsehen gewesen bist.

00:48:14: oder habe ich das jetzt etwa richtig zusammengefasst?

00:48:16: Nein,

00:48:16: alles so Alles so.

00:48:18: Ich bin dann auch in der Idee, dass die FPB sich gegründet hat und ziemlich schnell dabei war.

00:48:23: Und ich bin dann schnell in bestimmten Arbeitsgruppen gelandet.

00:48:28: Einerseits in Uster haben wir einen Info gegründen, den Informationsstil für Frauen, wo es verschiedene Orte gegeben hat.

00:48:36: In Zürich selbst bin ich in einer der ersten, nein, überhaupt von der ersten Selbsterfahrungsgruppe gegangen, die es gegeben

00:48:43: hat.".

00:48:43: Was heisst das?

00:48:44: -"Selbsterfahrung".

00:48:47: Was kommt denn jetzt?

00:48:50: Ich weiss schon, was selbst erfahrungsgruppe

00:48:56: ist.

00:48:57: Das war eine Gruppe, die gesagt hat, ich rede mal über uns und unsere Probleme und unsere Ängste.

00:49:02: Also

00:49:02: eigentlich das, was wir hier machen.

00:49:08: Wir sind alles Feministinnen.

00:49:10: Alle wussten, wie ausreifen rufen, demonstrieren und so weiter ... Und die können uns alle gestohlen bleiben, diese Typen.

00:49:19: Und haben alle daheim einen Typ gehabt?

00:49:23: Also fast alle wenigstens, hatten ein Typ.

00:49:26: Und dort hat man zum Teil auch die traditionelle Frau Arola gespielt oder?

00:49:33: Das darf man nicht sagen in der FPV, aber es war doch

00:49:37: so.

00:49:37: Also

00:49:39: sind die Frauen so geheim?

00:49:40: Die haben sich die perfekte Frau gespielt und dann sind sie da.

00:49:43: Nein,

00:49:43: nicht die Perfekt!

00:49:44: Aber ich habe auch hier und da einfach aufgehört diskutieren.

00:49:49: Das war ein

00:49:50: Katalysator in den Gruppen, wo wir können sagen ... Du kannst

00:49:53: mal ehrlich sagen, wo bin ich eigentlich noch sehr konservativ?

00:49:59: Und

00:50:03: nachdem wir alle die Riesen-Show geboten haben, gegen draussen.

00:50:07: Wirklich wie sieht es in uns selbst aus?

00:50:10: Diese Selbsterfahrungsgruppe hat noch ein Buch über das gegeben.

00:50:16: Also unsere Biographie sozusagen oder?

00:50:20: Das ist ... Ja, das hat uns allen eine wahnsinnige Gute gemacht.

00:50:24: Ist das irgendwo Grundlage für den Film Die göttliche Ordnung?

00:50:28: Nein!

00:50:29: Das war

00:50:30: viel vorher.

00:50:32: Aber vielleicht hat das auch inspiriert?

00:50:34: Ich nehme an, dass die Autoren ...

00:50:37: Die göttliche Ordnung ist, dass uns Frauen schlimmer

00:50:39: sind!

00:50:39: Ja aber es ist schon so, dass sich z.B.

00:50:41: die Frauen in einem Raum getroffen haben und dann die Männer protestieren und draussen und sagen, wir wollen die Frauen wieder nach

00:50:47: Hause zuhause.

00:50:48: Ja ja, aber es war sehr intimer.

00:50:53: Aber für mich ist es trotzdem eine Empfehlung, falls wir noch nicht gesehen haben.

00:50:59: Für mich ist das mega ... Es zeigt halt die Umstände in der Schweiz auf, gerade um Frau Schimmrecht, wo es geht, um einen Appenzeller gemeint.

00:51:08: Aber ich würde sagen, dass es die Realität getreu ist, diesen Film.

00:51:11: Unbedingt!

00:51:12: Ja?

00:51:12: – Unbedingt, ja, ja...

00:51:14: Also sind man manchmal wirklich mit den Schildern voran gestanden?

00:51:17: Nein, das

00:51:17: ist schon abzuhalten.

00:51:17: Das hat jetzt in Zürich

00:51:22: ... Also haben Sie mal so Störfreude?

00:51:24: Ja, also wenn wir hier auf dem

00:51:25: Kunsthaus demonstriert haben, weisst du, auf dem Platz und so weiter ... Hätte es natürlich auch.

00:51:32: Da gab es natürlich einen Mann, der gesagt hat, stoppen

00:51:35: mal

00:51:35: an!

00:51:36: Wirklich?

00:51:37: Ja und da standen aber auch eine linke Mannin an und sagten, stopp!

00:51:40: Ja, und zurecht.

00:51:40: Das hat

00:51:41: sie

00:51:46: beides gegeben?

00:51:46: Und

00:51:46: so ist mir die Kampagne in der Zeit gegeben oder so etwas gab es?

00:51:51: Wirklich?

00:51:51: Ja!

00:51:54: Nein das ist natürlich schon ... Da war natürlich auch ein schwarzer Weis ein Knallrotz durch für den Zürcher Bürgertum.

00:52:05: Das waren heftige Auseinandersetzungen.

00:52:10: Aber ich sage es einmal, weisst du?

00:52:12: Ich habe dort in einem Linkenmilieu gearbeitet und gewohnt und geliebt.

00:52:17: Das sind doch mir völlig Bips

00:52:21: gewesen!

00:52:22: Du hast schon ... dass es für und die Kämpferseite war, aber du hattest auch das Reich, wo du heppig warst.

00:52:31: Aber wenn es zum ersten Mal so ein Erfolg kam ... Ich muss mir vorstellen, wie war das?

00:52:36: Als wir erst mal etwas erreicht haben, bei dem sie keinen Anstand haben zu sagen, ja!

00:52:41: Das bewirkt mich.

00:52:43: Du meinst jetzt in der feministischen

00:52:45: Belegung... Ja.

00:52:47: Also was ich bewirkte, als ich nicht dabei war, ist, wo Sie mit einem Bus auf hohe Angang sind, die gehen abtreiben.

00:52:54: Das war vor der Abstimmung, oder?

00:52:57: In Holland darfst du in den ersten drei Monaten abtreiben.

00:53:03: Und da ist ein Bus wirklich voll von ... Ich glaube es waren deutsche Frauen dabei.

00:53:08: Ich bin nicht mehr sicher.

00:53:09: Aber ich habe einen Bus, der auf Holland gefahren ist mit Presse, also natürlich nicht Männern.

00:53:16: Wir gehen jetzt auf Holland!

00:53:19: Und das war eine riesige Demokie.

00:53:21: So ernst ist es uns, dass wir

00:53:23: ...

00:53:24: Ja?

00:53:24: Ja!

00:53:25: Du hattest nicht dabei, du hattetst mitüberkommen, wie es organisiert wurde.

00:53:29: Ich bin nicht schwanger gewesen.

00:53:32: Aber du hättest schon

00:53:33: Teil von den Frauen

00:53:38: gewesen.

00:53:38: Ja, krass!

00:53:38: Ich finde es so krass, wenn ich dich hören habe.

00:53:40: Ich habe so viele von diesen Problemen begleitet, uns heute klar zu wissen wie sie besser geworden sind der Gesetzgebung.

00:53:45: Aber manchmal denke ich mir über Abtreibungen diskutieren jetzt Amerikaner auch wieder neu oder über ... Also weisst du irgendwie so Schmierkampagnen gegen Frauen die zu laut sind?

00:53:56: Es sind immer noch das.

00:53:58: Ich habe mich auch sehr wundert, ob es die gleichen Vorwürfe sind.

00:54:01: Du bist kein Mutter und du hast nicht dein Ziel, das zu haben im Leben.

00:54:06: Das ist auf deine Kinder zu schauen.

00:54:08: Hast du nicht erreicht?

00:54:09: Aber selbst als Mutter ist es nicht gut genug.

00:54:10: Man muss auch noch gute Ehre haben.

00:54:11: Ich frage mich so, warum sie immer irgendwie weiterkommen, aber auch nicht so weit, dass wir sagen können ... Das klingt völlig utopisch für uns.

00:54:19: Es kommt

00:54:20: auch heute aufs Milieu an.

00:54:23: Gehen wir in ein konservativ christliches Milieu, der köstigreiche Sprüche von vor hundert Jahren.

00:54:30: Oder?

00:54:30: Und dann gehen wir in einen anderen Milieu und den köstischen Sprüchen nicht mehr?

00:54:34: Also ...

00:54:35: Ich meine es ist doch keine homogene Meinung, auch in der Schweiz nicht!

00:54:40: Es gibt verschiedene Milie, es gibt auch heute linke Milie.

00:54:44: Es gibt konservative, es geht katolische.

00:54:46: Und du bist der Meinung, man soll sich nicht gross vermischen untereinander.

00:54:50: Oder du bist

00:54:50: glückfaktiv?

00:54:51: In politischen Fragen musst du auseinandersetzig mit den anderen suchen.

00:54:55: also wenn es um Abstimmungen geht weiss oder um Demos für irgendes Projekt und so.

00:55:00: aber wie du persönlich das Leben hast ... ich würde das nicht mehr machen.

00:55:04: Du wirst nicht mehr mit

00:55:06: dir reden.

00:55:07: Nein, die wissen so genau wie ich.

00:55:08: Ich weiss ganz genau, was wichtig ist für mich.

00:55:11: Und du

00:55:11: wusstest auch, was richtig für

00:55:13: sie

00:55:14: ist und wie es natürlich auch richtig wäre für mich?

00:55:16: Weil

00:55:17: wir predigen halt hier im Podcast wirklich etwas anderes, weil mir glaube ich selber gemerkt haben ... Also meine Bubble wurde immer linker und immer ehrlich gesagt lesbischer.

00:55:25: Und ich denke mir dann halt auch manchmal so, hey, ich wünschte mir einen heterosexuellen Kollegen zu haben, Nicht überall einig ist mit mir, aber wo ich so merke.

00:55:36: Genau!

00:55:38: Ich glaube es ist auch schwierig das zu vergleichen weil heute Tags hast du durch Social Media ... So schnell bist du irgendwo in einer Bubble die anderen Meinungen an dich anbrennen und dann eben... Und sie

00:55:51: verletzen?

00:55:52: Ja also weisst du, du kommst gar nicht dazu.

00:55:54: Das

00:55:54: ist kein Vergleich mit früher.

00:55:55: Also das muss ich euch recht geben.

00:55:58: Wenn du früher rausgestanden bist und deine Meinung gesagt hast oder... Ein Lesserbrief, oder so in einer

00:56:04: Zeitung.

00:56:05: Aber Social Media hat es noch nicht

00:56:07: gegeben.

00:56:08: Und das ganze ... Tag und Nacht und wie du umgeschleippt bist.

00:56:14: Das hat wirklich viel weniger.

00:56:16: Bist du froh ohne dass?

00:56:18: Ja, du!

00:56:18: Durch dein erwachtener Leben

00:56:21: bis jetzt.

00:56:21: Das kannst du ja so laut sagen.

00:56:22: Ich habe so eine Sorgen um meine Enkel, ehrlich

00:56:25: gesagt.

00:56:26: Weil die wachsen mit dem Hof, oder?

00:56:28: Ja.

00:56:28: Das ist

00:56:30: wahnsinnig.

00:56:32: Es ist einfach eine andere Realität.

00:56:36: Auf einen ist existiert und man muss damit klaren kommen und seinen Weg finden, wie er mit umgeht.

00:56:42: Und ich glaube das ist schon die Challenge.

00:56:44: Wo

00:56:45: waren deine Eltern während dieser Zeit?

00:56:47: Dein Mami war vielleicht nicht mehr unter uns, aber wo war dein Pappi während der Zeit, in der sich seine rebellische Heide zu einer Feministin gemacht hat?

00:56:58: Und was hat er zu all dem gemeint?

00:57:02: Das Frau.

00:57:02: Ja, also ... Er war natürlich auch nicht begeistert.

00:57:06: Er war immer noch stolz.

00:57:08: Ich war überall einfach sehr gut.

00:57:10: Auf das ist er immer stolz, aber die Ehe mit dem ersten, mit dem Hans, der so schnell im Brüche ging oder er wusste ja immer und so.

00:57:21: Und nachher, als ich in den WG ging und so ... Da fand er total daneben.

00:57:31: Er hat sich eigentlich lang zurückhalten.

00:57:37: Wir fanden es erst wieder richtig, wo ich schon berühmt war mit meinen Büchern und so weiter.

00:57:47: Verena ist meine Tochter.

00:57:50: Sie war schon halbend draussen.

00:57:56: Und da wollte ich ein Buch machen ... über alte Frauen, die früher rebellische und engagierte Frauen waren, die noch älter sind als ich.

00:58:10: Also die, die haben noch gelebt oder?

00:58:12: Und ich wollte leeren Interviews machen mit neuen Techniken.

00:58:16: Die neue Technik wäre eine Art der Umwendung gewesen.

00:58:19: Das

00:58:19: ist eine Strasse, was mir

00:58:21: jetzt mein Vater gesagt hat.

00:58:23: Könntest du bitte anheben?

00:58:24: Ich würde gerne mal deine ... Ich würde dich interviewen,

00:58:29: oder?

00:58:29: Und dort kann ich es dann lernen.

00:58:31: Wenn ich zu seinen Frauen war, komme ich technisch raus und weiss wie man fragt und so weiter ... Ich war immer ein Kippperfektionistin.

00:58:39: Das habe ich natürlich mit meinem Vater gefragt, der selber auch alt war oder?

00:58:45: Das hat er sehr geschätzt!

00:58:48: Und dann hat er angefangen, zu erzählen und zu erzählern.

00:58:51: Das wurde immer länger und länger.

00:58:53: Du stenkst das aus, in alles abzuschreiben?

00:58:56: Am Schluss sagte ich, weisst du was?

00:58:58: Jetzt sitzen wir an und du verzählst mir dein Leben!

00:59:01: Ich schrieb nicht alles auf mit dem Tonwendlich-Tippen nachher ab... ...und dann haben wir ihn auch mehr oder weniger gemacht.

00:59:13: Also er hatte dann irgendwie...ja ja.. Es war nicht das ganze Leben, aber wirklich.

00:59:19: Und dort habe ich sehr viel über meinen Vater geklärt, wie er aufgewachsen ist und so weiter und sofort.

00:59:27: Gleichzeitig hat diese Distanz als Historikerin – weisst du, dass sie auch noch darüber bringen können?

00:59:31: Gleichzeitig ist das aber mein Vater!

00:59:34: wo sie ein sehr erfolgreiches Geschäft geführt hat, immer seine Frau betrogen und so weiter.

00:59:38: Also alles die ganze Vielfalt, oder?

00:59:42: Das hat er dir auch erzählt, dass er auch fremdgegangen ist?

00:59:44: Ja, wir haben das immer erzählt ja!

00:59:46: Ah

00:59:46: wirklich?!

00:59:47: Ist es so irgendwie, als ob ich das Gefühl habe... Es war einfach normal.

00:59:51: Hat

00:59:51: es einen Mal in deinem Leben gegeben, der das nicht gemacht hat?

00:59:55: Nein.

00:59:57: Das ist schon der David, den ich jetzt an die alte Maus hier lande.

01:00:02: Das ist eigentlich der Einzige.

01:00:04: Okay, so dann müssen wir dann schon wieder

01:00:07: kommen... Nein!

01:00:07: Echt?

01:00:09: Ich war immer mit meinen Zähnen, die vor ihm gegangen sind.

01:00:12: Und das ist nicht einmal ein grosses Tabu in diesem Fall.

01:00:15: Es ist einfach so, ja, dann mach ...

01:00:17: Nein, also ich war fast die Einzigen, die von meinem Park gewusst

01:00:20: hat.

01:00:20: Ach so, okay.

01:00:21: Krass, dass er sich dir vertraut hat

01:00:23: Ja, aber das ist natürlich eine grosse Belastung.

01:00:25: Dann hat es mir erzählt, wo meine Mutter noch gelebt hat.

01:00:28: Also nicht erst, als ich seine Memore gemacht habe und ich wusste, dass er sie betrugte und nichts zu sagen konnte.

01:00:38: Nein, ich konnte das nicht mit meiner Mutter sagen.

01:00:42: Vielleicht wollte sie es auch gar nicht wissen?

01:00:45: Ich weiss es nicht.

01:00:46: Für jeden Fall hat mich das sehr belastet in meinem Verhältnis zu meiner Mutter.

01:00:50: Das

01:00:50: verstehe

01:00:51: ich.

01:00:51: und

01:00:51: das, wenn ich mich in meinen Vater heute noch übel.

01:00:53: Gottlich gegen Girls, Girls Prinzip so ein bisschen.

01:00:56: Ja genau,

01:00:57: genau.

01:00:57: So Frauen haben wir zusammen.

01:00:59: Ich unterstütze dich dafür.

01:01:01: Darf ich dir mein Leid klagen?

01:01:04: Oh,

01:01:04: das ist aber auch fast so emotional.

01:01:05: Das

01:01:06: ist ganz nahe am Missbrauch.

01:01:07: Also nicht sexuell?

01:01:08: Nein, emotionalen!

01:01:09: Überhaupt nicht.

01:01:10: Aber ein emotionaler Missbraucher.

01:01:19: Mega schwierig... Aber durch deine Memoiere hast du eine Nähe zu ihm aufgebaut, die du nicht konzentriert hast.

01:01:26: Ich habe mich sehr

01:01:27: mit ihm versöhnt.

01:01:30: Ja, irgendwie gleich schön.

01:01:31: Und dann hat er auch irgendwann den Sinn gesehen ... Ich würde nie vergessen, was von meinem Ex-Partner der Vater zu mir gesagt hat.

01:01:41: Ja, fünfzehn Jahre jünger als du.

01:01:43: Aber ich habe mich am Anfang ein bisschen geschämt, wenn wir einen Podcast gestartet haben und meine Schwiegerelter in die Damaligen wissen, was wir machen, dass wir über Sex sprechen oder über Feminismus reden.

01:01:54: Dann denkst du scheisse, wie ich verstoße, als schwiegerte Tochter?

01:01:58: Und dann hat er so zu mich gesagt,

01:02:00: na lai!

01:02:01: Ihr rettet

01:02:02: nur über sechs.

01:02:02: Das ist Feminismus, was ihr macht.

01:02:04: Und das ist so wichtig!

01:02:07: Weisst du?

01:02:08: Das hat mich so gefreut

01:02:10: in diesem Moment...

01:02:12: Ja, ist das Nullerwörter?

01:02:15: Ich

01:02:15: glaube die jetzt nicht so gut gefunden.

01:02:20: Aber

01:02:20: ich kann das.

01:02:20: weiss, dass hat mich sehr gefreudet in dem Moment, dass er das einseht und dass er vielleicht auch sein Leben im Ad zeigt, dass es wichtig ist Und darum hat Tim Papi auch etwas gewisse Sachen umgedenkt und Verständnis bekommen für was du dich einsetzt.

01:02:40: Also ich würde denken, hauptsächlich ist er ein sehr wohlwollender Patriarch.

01:02:48: Weil das Er sich hat im Frage stellen lassen mit seiner Position und seinem Lebensstil.

01:02:53: Das ist ein

01:02:56: geiler

01:02:56: Begriff.

01:02:58: Es

01:02:58: soll alles bleiben wie es ist, aber von mir aus kannst du in die Schule.

01:03:03: Ich mache was ich mag und erlebe dir das, was du machst oder?

01:03:08: Aber lass

01:03:10: mich auch in meinem

01:03:12: Oberhaupt.

01:03:14: Nein, ihr musst gar kein Erlebnis haben als wohlwollende Patrache.

01:03:18: Es ist völlig klar, dass er über sein Leben selbst bestimmt.

01:03:23: Und dass das gut ist, was er macht eigentlich.

01:03:25: Ja und für ihn hat es... aber er ist auch nicht so sehr... wenn man etwas verbaut hat oder verwehrt oder schwierig, dann irgendwo ist er ein wenig entgegengekommen.

01:03:36: Mir, meinst

01:03:36: du?

01:03:37: Kein

01:03:38: Problem!

01:03:39: Also gut, ich habe mich... Wenn er sich gesagt hat, dass du das nicht darfst oder gesagt hast, danach wäre ich einfach gegangen und werde nicht mehr

01:03:47: kommen.

01:03:48: Und wir haben schon gesagt am Anfang der Folge bei uns, kommt heide normal.

01:03:52: Packt richtig aus.

01:03:53: die zweite Folge!

01:03:54: Am Freitag, wenn es richtig zu aussieht, reden wir sogar über Sex im Alter mit Trübe.

01:03:59: Also bis am Freitags!

01:04:13: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.